Europa

Großbritannien erwägt Beteiligung an EU-Kredit für die Ukraine

Zum Zweck der weiteren Unterstützung für die Ukraine will Großbritannien seine Beteiligung am milliardenschweren EU-Kredit diskutieren. Außerdem muss London in Kürze neue Sanktionen gegen Russland ankündigen.
Großbritannien erwägt Beteiligung an EU-Kredit für die Ukraine© Urheberrechtlich geschützt

Großbritannien will sich am EU-Kredit für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro beteiligen. Laut einer Erklärung der britischen Regierung wird Premierminister Keir Starmer am Montag beim Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Jerewan verkünden, dass Großbritannien in Kooperation mit der EU zu den Lieferungen kritischer Militärausrüstung an die Ukraine beitragen möchte. Der EU-Kredit, an dem London eine Beteiligung diskutiere, verschaffe der Ukraine die Fähigkeiten, die sie im fünften Jahr des Konflikts dringend benötige, betonte Stramer bei der Ankunft in der armenischen Hauptstadt. Außerdem kündigt London diese Woche weitere "harte Sanktionen" gegen Russland an, hieß es in der Regierungserklärung.

Mit dem milliardenschweren Darlehen, das Brüssel im vergangenen Monat billigte, würden zwei Drittel der militärischen Bedarfe der Ukraine für die kommenden zwei Jahre gedeckt. Die zusätzliche Finanzierung könnte nach Ansicht der Regierung in London Möglichkeiten für britische Unternehmen eröffnen, damit sie einen Beitrag zur Unterstützung der Ukraine leisten, insbesondere im Bereich Verteidigung.

Starmers Annäherung an die EU erfolgt vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks der US-Regierung unter Präsident Donald Trump auf Europa, mehr Verantwortung für die eigene Verteidigung zu übernehmen. Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien wurden von Trump für die mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg kritisiert. Die Kooperation auf dem europäischen Kontinent schätzt der britische Premier hoch ein:

"Wenn Großbritannien und die Europäische Union zusammenarbeiten, profitieren wir alle davon. In diesen volatilen Zeiten muss man bei der Verteidigung schneller und weiter gehen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten."

Zuvor hatte sich Starmer für eine stärkere Verteidigungsintegration in Europa ausgesprochen, um die Abhängigkeit der NATO von den USA zu reduzieren. Zudem deutete er sechs Jahre nach dem Brexit eine weitere Anbindung an den EU-Binnenmarkt und eine tiefere Wirtschaftsintegration an.

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