Liveticker Iran-Krieg – VAE: Raketen aus Iran abgefangen

4.05.2026 19:39 Uhr
19:39 Uhr
UKMTO bestätigt Treffer auf Tanker
Die maritime Handelsorganisation Großbritanniens (UKMTO), die weltweit Warnungen für den Schiffsverkehr veröffentlicht, bestätigte, dass ein Tanker sieben Seemeilen nördlich von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten von Projektilen getroffen worden sei.
Ein Frachtschiff 36 Seemeilen nördlich von Dubai habe zudem einen Brand in seinem Maschinenraum gemeldet, dessen Ursache jedoch unklar sei. Auf einem weiteren Schiff, 14 Seemeilen westlich von Mina Saqr, sei es ebenfalls zu einem Brand unbekannter Ursache gekommen.
19:15 Uhr
Hormus: Gefecht der Worte oder Gefecht mit Waffen?
Nachdem iranische Stellen heute erklärt hatten, man habe einen US-Zerstörer – wenn auch als Warnschuss – unter Raketenfeuer genommen, was von den USA bestritten wurde, erklärte nun die US-Seite, zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten die Straße von Hormus durchquert. Dies wurde wiederum von iranischer Seite bestritten.
U.S. Navy guided-missile destroyers are currently operating in the Arabian Gulf after transiting the Strait of Hormuz in support of Project Freedom. American forces are actively assisting efforts to restore transit for commercial shipping. As a first step, 2 U.S.-flagged merchant… pic.twitter.com/SVDxDhK72I
— U.S. Central Command (@CENTCOM) May 4, 2026Gleichzeitig erklärte das US-CENTCOM, man habe sechs iranische Schnellboote zerstört. Beide Seiten gaben damit an, heute aufeinander gefeuert zu haben.
Währenddessen befindet sich Admiral Brad Cooper, der Kommandeur des US-CENTCOM, zu Besuch auf der USS Tripoli, einem von zwei Landungsschiffen, die in die Golfregion verlegt worden waren. Zuvor soll er die Region vor und in der Straße von Hormus mit einem Hubschrauber überflogen haben.
Brad CooperSenior Chief Petty Officer Amanda Dunford 17:25 Uhr
VAE: Raketen aus Iran abgefangen
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der VAE wurden vier Raketen aus Iran abgefeuert, von denen drei abgefangen wurden und eine ins Meer stürzte.
Die Nationale Behörde für Notfall-, Krisen- und Katastrophenmanagement der VAE hatte zuvor eine Warnung herausgegeben, dass ihre Luftabwehrsysteme auf eine Raketenbedrohung reagieren würden.
Dies folgt auf eine ähnliche Warnung vor etwa drei Stunden ‒ die erste ihrer Art seit Inkrafttreten des Waffenstillstands zwischen den USA und Iran.
17:10 Uhr
Israel droht sechs weiteren libanesischen Ortschaften mit Zwangsräumung
Das israelische Militär hat angekündigt, Angriffe auf die libanesischen Ortschaften Nabatieh al-Fawqa, Mayfadoun, Qalaouiyeh, Burj Qalaouiyeh, al-Majadel und Srifa durchzuführen, und deren Bewohner aufgefordert, diese unverzüglich zu verlassen.
In einer Erklärung forderte der Sprecher der israelischen Armee alle Bewohner dieser Dörfer auf, sich in offene Gebiete zu begeben, die mindestens 1.000 Meter entfernt sind.
Der libanesische Ministerpräsident Salam erklärte kurz zuvor, dass das auch von Washington forcierte Waffenstillstandsabkommen noch nicht vollständig umgesetzt worden sei, da die Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel im Süden des Landes weitergehen.
16:40 Uhr
Explosion und Brand auf südkoreanischem Schiff in der Straße von Hormus
Ein Sprecher der südkoreanischen Reederei HMM teilte Reuters mit, dass im Maschinenraum eines Massengutfrachters am Montag ein Brand gemeldet wurde und die Ursache derzeit untersucht wird.
Auch das südkoreanische Außenministerium berichtete von einer Explosion und einem Brand auf dem Schiff, auf dem sich zum Zeitpunkt des Vorfalls 24 Besatzungsmitglieder befanden – 18 Ausländer und sechs Südkoreaner.16:00 Uhr
US-Finanzminister fordert China auf, Iran zur Öffnung der Meerenge zu drängen
US-Finanzminister Scott Bessent erklärt, die USA würden beobachten, ob China diplomatische Bemühungen unternimmt, um Iran zur Öffnung der Straße von Hormus zu drängen.
15:05 Uhr
Ölpreis wieder über 100 US-Dollar – Dax gibt Gewinne ab
Die Ölpreise haben am Montag deutlich zugelegt und Verluste der Vorwoche teilweise wettgemacht. Brent stieg um 1,1 Prozent auf 109,39 US-Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI legte um ein Prozent auf 102,94 US-Dollar zu, berichtet Reuters. Am Freitag hatten beide Sorten noch mehrere Dollar verloren.
Der deutsche Leitindex DAX, der zunächst freundlich in den neuen Börsenmonat Mai gestartet war, drehte zeitweise deutlich ins Minus. Am Nachmittag stand noch ein moderater Verlust von 0,10 Prozent auf 24.268 Punkte zu Buche.
Händler sahen den wichtigsten Grund in der weiter angespannten Lage im Golf. Ein greifbares Abkommen zwischen den USA und Iran war nicht in Sicht, während die Risiken für den Transport von Öl aus der Region zunahmen.
Iranische Nachrichtenagenturen mit Verbindung zu den Revolutionsgarden des Landes hatten darüber hinaus am Montag zunächst über einen Raketenangriff auf ein US-Kriegsschiff berichtet. Die USA dementierten allerdings kurz danach, dass ein US-Schiff getroffen worden sei.
Iran hatte nach der Verkündung des Beginns einer neuen US-Initiative, die die für den globalen Öltransport so wichtige Meerenge von Hormus für die Schifffahrt freimachen soll, mehrere Warnungen ausgesprochen. Schiffe, die ohne Absprache mit Iran die Straße von Hormus befahren, könnten angegriffen werden, hieß es.
13:40 Uhr
US-Beamter bezeichnet iranischen Bericht über Schiffsangriff als "erfunden"
Ein US-Beamter erklärt gegenüber Al Jazeera, die Behauptung Irans, ein Schiff der US-Marine mit zwei Raketen getroffen zu haben, sei unwahr.
"Die iranische Revolutionsgarde hat einen Bericht über einen Angriff auf ein Schiff der US-Marine erfunden, und dieser Bericht ist falsch", sagte der Beamte.
13:05 Uhr
Zwei Raketen treffen angeblich US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf lokale Quellen, dass zwei Raketen ein Schiff der US-Marine in der Nähe von Jask getroffen haben, nachdem dieses Warnungen der Revolutionsgarde, anzuhalten, ignoriert hatte.
Der gemeldete Angriff erfolgt, nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, die USA würden am Montag das "Projekt Freiheit" starten, um gestrandete Schiffe aus der Straße von Hormus zu "leiten".
12:02 Uhr
Seefahrtsbehörde zitiert "US-Bedingungen für eine geordnete Durchfahrt" in der Straße von Hormus
Das US-Kriegsministerium startete laut Anordnung von US-Präsident Donald Trump zu Wochenbeginn das sogenannte "Projekt Freedom", umgesetzt durch Marineeinheiten, die laut Vorstellungen Washingtons "bei der Befreiung" festgesetzter Handelsschiffe in der Straße von Hormus bei der Durchfahrt "helfen sollen".
Die britische Behörde für Seeverkehrssicherheit (UKMTO) zitiert parallel in einer aktuellen Mitteilung die übermittelten "US-Bedingungen für eine geordnete Durchfahrt" in der Region. Demnach ist seitens des Pentagons ein neuer "US-Sicherheitskorridor" geplant, der betroffene Schiffe anweist, südlich der bisherigen Fahrrinnen, näher an der Küste Omans, zu fahren. Dazu heißt es in der Mitteilung in drei Punkten:
- Details: Die USA haben eine erweiterte Sicherheitszone eingerichtet, um die Durchfahrt durch die Straße von Hormus südlich des Verkehrstrennungsgebiets zu unterstützen.
- Position/Gebiet: südlich der Verkehrstrennungszone in der Straße von Hormus
- Maßnahme: Schiffe, die die Straße von Hormus durchfahren möchten, sollten eine Route durch die Hoheitsgewässer Omans südlich der Verkehrstrennungszone in Betracht ziehen. Aufgrund des zu erwartenden Verkehrsaufkommens wird die Abstimmung mit den omanischen Behörden über UKW-Kanal 16 empfohlen, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten
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