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Deutschland will mehr Gas aus Aserbaidschan: Alijew knüpft Lieferung an Bedingungen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Dienstag den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew in Berlin empfangen.

Seit Deutschland vor viereinhalb Jahren die russischen Gaslieferungen gestoppt hat, sucht die Bundesregierung kontinuierlich nach Alternativen. Seit Anfang dieses Jahres importiert Deutschland vereinbarungsgemäß jährlich 1,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Aserbaidschan. Da dies jedoch weniger als zwei Prozent des heimischen Bedarfs deckt, warb Merz in Berlin um deutlich höhere Liefermengen.

Alijew zeigte sich prinzipiell bereit, forderte im Gegenzug jedoch finanzielle Unterstützung und Kredite von der EU sowie von europäischen Banken. Dabei betonte er:

"Wir brauchen jetzt neue Verbindungen, neue Pipelines. Dafür benötigen wir auch Mittel und Investitionen."

Zudem kritisierte er, dass europäische Geldinstitute die Finanzierung von Öl- und Gasprojekten zugunsten sogenannter "grüner Projekte" eingestellt haben. Ohne diese Kredite könne die notwendige Infrastruktur für den Ausbau der Lieferungen nicht realisiert werden, so der aserbaidschanische Staatschef.

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