
"Die Schlinge enger ziehen": Trump entfesselt "Operation Economic Outcast" gegen Iran

US-Finanzminister Scott Bessent gab den Start der Kampagne "Operation Economic Outcast" (zu deutsch etwa: Operation wirtschaftlich Ausgestoßener) gegen Iran bekannt. Damit wolle man "die Schlinge enger ziehen", sagte Bessent. Zugleich warnte er andere Länder vor Geschäften mit Teheran.

Die US-Regierung will Teherans Einnahmequellen abschneiden, indem sie Druck auf andere Länder ausübt, ihre Öl-, Energie- und Wirtschaftsgeschäfte mit Iran einzustellen.
Bessent erklärte, Präsident Trump habe in dieser Angelegenheit mit Staats- und Regierungschefs weltweit telefoniert. Der Finanzminister betonte, die USA hätten "keine unendliche Geduld" wenn es um Länder geht, die weiter Geschäfte mit Teheran machen.
"Der Präsident telefoniert mit Staats- und Regierungschefs und fordert sie konkret auf, ihre Beziehungen zum Regime zu beenden. Wir sehen bereits erste Erfolge", sagte Bessent, ohne konkrete Länder zu nennen.
Während sich der seit sechs Monaten andauernde Krieg mit Iran nach dem gemeinsamen Überfall Israels und der USA auf das persische Land hinzieht, deutete die Trump-Regierung eine Art "wirtschaftlichen D-Day" an.
So warnte Bessent davor, dass Länder angewiesen wurden, die Filialen der Bank Melli in ihrem Hoheitsgebiet zu schließen. Damit bezog er sich auf die größte staatliche Geschäftsbank Irans.
Bessent bezeichnete die Operation als "Null-Leckage-Ansatz", der sicherstellen solle, dass Teheran "keinerlei Atemluft" für den Wiederaufbau bleibe.
"Iran steht nun vor einer klaren Entscheidung: Entweder vollständige globale Isolation und eine Existenzwirtschaft oder der Weg zurück zur Normalität mit der Chance, sich wieder in die Weltwirtschaft zu integrieren", sagte Bessent.
Der Finanzminister deutete nach seiner Pressekonferenz eine Sanktionswelle an und erklärte, dass ein großes Finanzinstitut noch in dieser Woche sanktioniert werde. Er bezeichnete die gegen Iran ergriffenen Maßnahmen als "wirtschaftliche Erstickung".
Bessent hatte bereits am Donnerstag angekündigt, Washington werde gegen Iran die "härtesten Sanktionen der Geschichte" verhängen. Er forderte dabei China zur Zusammenarbeit mit den USA auf. Peking wies das Ansinnen jedoch prompt zurück.
Nach Bessents Ankündigung hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi von einem "Film" gesprochen, "der immer wieder von vorn abgespielt wird". "Wir kennen ihn inzwischen auswendig und wissen genau, wie wir darauf reagieren und damit umgehen müssen", sagte Araghtschi. Er ergänzte, dass die USA zuerst mit militärischen Maßnahmen gedroht hätten und nun wieder zu ihrem altbekannten Vorgehen zurückkehren. Dies offenbare ihre wahre Verzweiflung.
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