
Medien: USA wollen ihre Nuklearstrategie überarbeiten

Die USA arbeiten an einer neuen Version ihrer Nuklearstrategie für den Fall eines regionalen Krieges mit China oder Russland. Wie NBC News mit Verweis auf unterrichtete Quellen erklärt, liege der Schwerpunkt auf taktischen Kurzstreckenwaffen. Mit der aktualisierten Strategie wollen die USA sicherstellen, dass ein konventioneller Krieg zu keinem Atomkrieg eskaliert. Zugleich soll ein potenzieller Gegner daran gehindert werden, den Konflikt für seine eigenen Zwecke auszunutzen.

Elbridge Colby, Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik und zuständiger Beamter für die Überarbeitung der Nuklearstrategie, wird wohl am Mittwoch an einem Treffen der Militärs im Bundesstaat Nebraska teilnehmen und seine Vorstellungen zu dem Vorhaben darlegen, heißt es in Medienberichten. Zudem werde er zu einem privaten Besuch im US-Strategiekommando erwartet. Das Kommando sei für die Nuklearstreitkräfte zuständig und betreibe landgestützte Raketen, strategische Bomber und U-Boote.
Colbys Entwurf dürfte im Widerspruch zu Empfehlungen stehen, die seit Jahrzehnten befolgt werden. Im Rahmen der revidierten Strategie sollen die Optionen für eine nukleare Antwort, über die der US-Präsident im Krisenfall verfüge, aktualisiert werden.
Zuvor hatte das Pentagon gewarnt, dass die USA gleichzeitig mit zwei großen nuklearen Gegnern konfrontiert seien, und zwar mit China und Russland. Im vergangenen Monat erweiterte das Pentagon seine Liste ausländischer Einrichtungen, die mit "problematischen Aktivitäten" in Verbindung stehen und somit die nationale Sicherheit der USA gefährden könnten, unter anderem um drei renommierte Forschungsuniversitäten in China. Die Gesamtzahl der Einrichtungen auf der Liste beläuft sich auf 130 Organisationen in China, Russland und Iran.
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