
Wer hat Angst vor Ulrich Siegmund? Sven Schulze sagt nächstes großes Interview ab

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat ein bereits zugesagtes Interview bei Jung & Naiv von Tilo Jung wieder abgesagt. Gründe verrät er allerdings nicht. Am Montag sprach die Berliner Zeitung Schulze bei einem CDU-Wahlkampftermin darauf an. Doch Schulze winkte ab.
Damit irritiert Schulze erneut seine Wähler durch eine miserable Außenkommunikation. Noch am Freitag hatte Jung öffentlich ein Interview angekündigt. Am Sonntag sagte die CDU das Gespräch ab. Gegenüber Jung verwies Schulzes Sprecherin auf eine "kurzfristige Änderung im Terminplan". Jung kündigte zunächst an, nach einem Ersatztermin zu suchen. Wenige Stunden später folgte die nächste Nachricht: Auch einen Ersatztermin werde es nicht geben.

Für die Imagekampagne der CDU in Sachsen-Anhalt kurz vor der Landtagswahl ist das der nächste Tiefschlag: Die kurzfristige Absage fällt mitten in einen anderen Streit um Schulzes Podcasttermine. Für Ungeskriptet wollte Ben Berndt den CDU-Politiker mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund an einen Tisch bringen.
Das Duell kam nicht zustande. Schulze hatte anschließend betont, er weiche keinem Duell aus, werde für einen Podcast im Wahlkampf aber nicht in ein anderes Bundesland reisen. Die AfD dürfte es erneut freuen. Einige Umfragen sehen sie kurz vor der Wahl zum Landtag in Magdeburg bei 43 Prozent – und damit weiterhin deutlich vor der abgeschlagenen CDU, die nur noch bei 20 bis 23 Prozent liegt.
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