Europa

Kaczyński: Ukraine wollte Polen zu engerer Einbindung in den Konflikt bewegen

Jarosław Kaczyński behauptet, dass die Ukraine zu Beginn des Konflikts vorhatte, Polen stärker in die Auseinandersetzung mit Russland hineinzuziehen. Der Oppositionspolitiker spricht von damaligen Erwartungen Kiews, denen Warschau nicht habe zustimmen können.
Kaczyński: Ukraine wollte Polen zu engerer Einbindung in den Konflikt bewegen© Urheberrechtlich geschützt

Der ehemalige polnische Ministerpräsident und heute Oppositionspolitiker Jarosław Kaczyński hat erklärt, die Ukraine habe zu Beginn des Konflikts mit Russland gehofft, Polen stärker auf ihre Seite zu ziehen. Auf einem Jugendkongress in Polen sagte er, dass Kiew damals Erwartungen an Warschau hatte, denen Polen nicht habe zustimmen können.

Seinen Angaben zufolge habe es zunächst Ansätze gegeben, die gute polnisch-ukrainische Beziehungen ermöglicht hätten. Später habe sich die Lage jedoch deutlich verändert. Die Ukraine habe ihre Haltung im Verlauf der Ereignisse geändert. Laut Kaczyński habe es in Kiew die Vorstellung gegeben, dass Polen in den Krieg hineingezogen werden könnte, selbst wenn dabei ein gemeinsamer Staat gebildet werden sollte.

Zudem verwies der Politiker auf die mögliche Rolle der polnischen NATO-Mitgliedschaft in den damaligen Überlegungen der ukrainischen Seite. Er sagte, möglicherweise habe man in der Ukraine angenommen, dass bestimmte Ziele auf diesem Weg erreichbar sind. Zugleich schränkte er ein, dass die historische Einordnung solcher Überlegungen erst noch vorgenommen werden müsse.

Kaczyński ist Vorsitzender der größten polnischen Oppositionspartei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS). Die Partei stellte bis Ende 2023 die Regierung in Polen.

Unabhängige Belege für die von Kaczyński geschilderten ukrainischen Absichten wurden in seinen Äußerungen nicht genannt. Aus Kiew lag zunächst keine Reaktion auf die Aussagen vor.

Mehr zum Thema – Von der Leyen will die Europäische Union in einen Militärblock verwandeln

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.